LFiP

Langfristige und integrierte Planung

Als Verteilergebietsmanager erstellt die AGGM biennal die Langfristige und integrierte Planung (LFiP) für die Ebene 1 der Verteilernetz-Infrastruktur der österreichischen Marktgebiete (Ost, Tirol und Vorarlberg). Der Planungszeitraum der LFiP reicht aktuell bis ins Jahr 2040 mit Ausblick auf 2050.

Die Langfristige und integrierte Planung bietet durch Schaffung und Erhaltung der erforderlichen Transportinfrastruktur für erneuerbare Gase (Biomethan & Wasserstoff) die Grundlage für die effiziente Transformation des Energiesystems. Eine vollständige Dekarbonisierung des österreichischen Energiesystems ist ohne eine funktionierende Gasinfrastruktur nicht umsetzbar.

Die rechtliche Grundlage für die Netzentwicklungsplanung durch die AGGM sind § 18 und § 22 des Gaswirtschaftsgesetzes (GWG 2011).

Die LFiP wird vor der Einreichung bei der E-Control öffentlich konsultiert. Nach der Genehmigung durch die E-Control wird die LFiP sowie der Bescheid und die Einreichversion von der AGGM veröffentlicht.

Ablauf der LFiP-Erstellung 2026

Bedarfserhebung

Die LFiP bietet durch Schaffung und Erhaltung der erforderlichen Transportinfrastruktur für gasförmige Energieträger (Erdgas, Biomethan & Wasserstoff) die Grundlage für die effiziente Transformation des Energiesystems. Eine vollständige Dekarbonisierung des österreichischen Energiesystems ist ohne eine funktionierende Gasinfrastruktur nicht umsetzbar. Deshalb ist es essenziell, dass diese Planung auf einer fundierten Datenbasis beruht.

Die Bedarfserhebung für die aktuelle LFiP findet von Anfang Februar bis Ende März 2026 statt.

Marktteilnehmer:innen haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit ihren zukünftigen Energiebedarf und ihre zukünftige Wasserstoffproduktion mittels Fragebogen dem Netzbetreiber bekannt zu geben. Im Sinne einer integrierten Planung gemäß §22 (1) Z1 GWG befasst sich die LFiP auch mit der Wechselwirkung mit anderen Energieträgern, Infrastrukturen und Verbrauchssektoren. Deshalb werden für ein schlüssiges Gesamtbild neben dem zukünftigen Gas- und Wasserstoffbedarf auch andere Energieträger wie Strom, Fernwärme, Biomasse etc. abgefragt.

Download Fragebogen
Bedarfserherbung Erläuterungen

Für Rückfragen zum Fragebogen steht Ihnen DI Peter Leitner Tel. Nr. +4312756028889 Mail peter.leitner@aggm.at zur Verfügung.

Der Fragebogen wird außerdem in einem öffentlichen Webinar zur Bedarfserhebung 2026 am 25. Februar 2026 von 09:30 – 11:30 präsentiert. Teilnahme unter: https://teams.microsoft.com/meet/33484712686355?p=7idA3v9NmNoCMvmtOC

Durch diese Bedarfserhebung können die zukünftigen Energiebedarfe rechtzeitig in der Planung und der Erstellung der H2 Roadmap berücksichtigt werden. Dadurch wird eine effiziente und zielgerichtete Entwicklung des Gas- und Wasserstoffnetzes der Zukunft ermöglicht.

Auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten erfolgt die Ermittlung der notwendigen Netzausbaumaßnahmen zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und Umbau der Gasinfrastruktur unter Wahrung der Systemstabilität und Versorgungssicherheit der aktuellen Gasnetzinfrastruktur. Diese Netzausbaumaßnahmen werden in der H2 Roadmap darstellt. Die H2 Roadmap zeigt ein Konzept eines Entwicklungspfads des bestehenden Gasnetzes zur zukünftigen Methanversorgung und des zukünftigen Wasserstoffnetzes zur Wasserstoffversorgung bis 2050. Die erhobenen Daten dienen hierbei als Planungsgrundlage. Die H2 Roadmap 3.0 wird im Rahmen der LFiP 2026 aktualisiert und im Herbst 2026 den Marktteilnehmer:innen präsentiert.

Mehr Erfahren zur H2 Roadmap 

Bei einem konkreten Wasserstoffnetzanschlussbegehren in den nächsten 6 Jahren besteht die Möglichkeit einen Kapazitätserweiterungsantrag für die Ein- oder Ausspeisung von Wasserstoff aus einem dedizierten Netz beim Netzbetreiber zu stellen. Auf Basis dieser Kapazitätserweiterungsanträge werden in der Planungsphase der LFiP26 ein oder mehrere Planungsprojekte zur Deckung dieser Wasserstoffbedarfe entwickelt und zur Genehmigung bei E-Control Austria eingereicht.

Download Vorlage KEA Entry
Download Vorlage KEA Exit

Bis 31. Mai 2026 eingebrachte Kapazitätserweiterungsanträge können in die aktuelle Planung aufgenommen werden.

Planung

Auf Basis der eingebrachten Daten wurde das Absatzmodell und das Bezugsmodell für Methan und Wasserstoff erstellt. Mit hydraulischen Simulationen im Rahmen der Netzmodellierung wird geprüft, ob im Verteilergebiet sämtliche Endkund:innen und die nachgefragten Kapazitäten an den Ein- und Ausspeisepunkten versorgt werden können. Gemeinsam mit den Netzbetreibern werden daraufhin die notwendigen Projekte zum Erhalt und zum Ausbau der Gasinfrastruktur – bestehend aus Methan und Wasserstoffnetz - für ein klimaneutrales Energiesystem entwickelt.

Konsultation

Die dreiwöchige Konsultation zur aktuellen LFiP findet von voraussichtlich 2. bis 22. November 2026 statt. Während dieser Zeit haben Marktteilnehmer:innen die Möglichkeit eine Stellungnahme zur aktuellen LFiP abzugeben. Die Stellungnahmen werden veröffentlicht und in der LFiP dementsprechend berücksichtig.

Austrian Gas Infrastructure Day (AGID) am 9. November 2026

Die LFiP 2026 wird den Marktteilnehmer:innen beim Austrian Gas Infrastructure Day präsentiert. 
Nähere Infos folgen.

Genehmigung

Es ist geplant, dass die aktuelle LFiP Ende Dezember zur Genehmigung eingereicht wird.

 

Ziele der LFiP

  • Deckung der Nachfrage an Transportkapazitäten zur Versorgung der Endverbraucher:innen unter Berücksichtigung von Notfallszenarien
  • Ermöglichung der Einspeisung und Versorgung mit erneuerbaren Gasen
  • Erzielung eines hohen Maßes an Verfügbarkeit der Transportkapazität (Versorgungssicherheit der Infrastruktur)
  • Kapazitätsanforderungen an den Ein- und Ausspeisepunkten zum Fernleitungsnetz sowie zu Speicheranlagen
  • Kohärenz mit dem gemeinschaftsweiten Netzentwicklungsplan Ten Year Network Development Plan (TYNDP) und dem koordinierten Netzentwicklungsplan (KNEP)
  • Erfüllung des Infrastrukturstandards gemäß Art. 5 der Verordnung (EU) 2017/1938
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit in Bezug auf geplante und bereits beschlossene Netzerweiterungen und Netzertüchtigungen, inklusive des Zeitplans der Investitionsprojekte

Langfristige & integrierte Planung 2026

Planungszeitraum: 2027 – 2040+
7 Verteilernetzbetreiber
2.000 km Verteilerleitungen der Netzebene 1
Marktgebiete Ost, Tirol & Vorarlberg
Pipeline-Bottom