Stromverbrauch stieg im Oktober nur leicht

03.12.2019
Für September war noch ein stärkerer Zuwachs gemeldet worden
<br /> - Quelle: APA (dpa)Für September war noch ein stärkerer Zuwachs gemeldet worden
- Quelle: APA (dpa)

Der Stromverbrauch ist in Österreich auch im Oktober angestiegen, aber weniger stark als im Vormonat. Laufkraftwerke kamen witterungsbedingt stärker zum Einsatz, auch kalorische Kraftwerke. Dafür sank das Stromaufkommen aus Windkraft deutlich. Dank guter Erzeugung wuchsen die Stromexporte stärker als die Importe. Die Erdgasabgabe an Endkunden stieg, die Gasspeicher waren zu 99,7 Prozent voll.

Der Inlandsstromverbrauch in der Gesamten Elektrizitätsversorgung Österreichs wuchs im Oktober im Jahresabstand um 0,03 Terawattstunden (TWh) bzw. um 0,4 Prozent auf 6 TWh, war von der Energie-Regulierungsbehörde E-Control zu erfahren. Für September war noch ein Zuwachs von 1,1 Prozent beim Inlandsstromverbrauch vermeldet worden.

Witterungsbedingt kamen erzeugungsseitig die Laufkraftwerke um 0,3 TWh oder 18,9 Prozent mehr zum Einsatz. Erstmals seit Mai lieferten heuer im Oktober die Speicherkraftwerke weniger Elektrizität (-0,01 TWh bzw. -0,5 Prozent). Die Windkraft-Erzeugung sank deutlich um 0,2 TWh oder um 30,7 Prozent.

Wärmekraftwerke kamen im Oktober - wie schon in den Monaten zuvor - vermehrt zur Anwendung (+0,3 TWh bzw. +21,9 Prozent). Der Verfeuerung von Kohle war auch im Oktober mit einer Reduktion um 0,1 TWh bzw. 30,6 Prozent erneut stark rückläufig. Den größten Einfluss auf den gesteigerten Einsatz der kalorischen Anlagen hatten dabei die Gaskraftwerke, die um 0,4 TWh oder 50,7 Prozent mehr Strom als ein Jahr davor lieferten.

Insgesamt stieg die Stromerzeugung im Oktober um 0,4 TWh oder 7,6 Prozent. Die Importe schrumpften um 0,1 TWh oder 3,7 Prozent, die Exporte legten dagegen um 0,3 TWh bzw. 20,5 Prozent zu.

Bei Erdgas stieg die Abgabe an Endkunden im Jahresabstand um 1 TWh oder 13,9 Prozent auf 8,3 TWh. Die inländische Produktion erhöhte sich heuer - nach August und September - zum dritten Mal, um 0,1 TWh oder um 11,7 Prozent. Die Entnahme aus den Gasspeichern wuchs um 0,2 TWh bzw. 15,2 Prozent, die Einpressung sank um signifikante 5,9 TWh oder 81,8 Prozent. Die Importe gaben um 2 TWh oder 5,4 Prozent nach, dagegen legten die Exporte um 3,2 TWh bzw. 12,9 Prozent zu. Der Gasspeicher-Inhalt sank im Vergleich zum Vormonat nur minimal und wies 99,7 Prozent Füllungsgrad auf; das entspricht 92,9 TWh Speicherinhalt.

Quelle: APA