Köstinger: Das Dieselprivileg bleibt, dafür mehr Beimischung

15.01.2020
Ministerin setzt auf alternative Treibstoffe wie Bioethanol
<br /> - Quelle: APA (Techt)Ministerin setzt auf alternative Treibstoffe wie Bioethanol
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An der steuerlichen Begünstigung von Diesel gegenüber Benzin wird sich nichts ändern - das hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" und den "Salzburger Nachrichten" klargestellt. Dafür werde aber an verstärkter Beimischung von alternativen Treibstoffen wie Bioethanol gearbeitet, so Köstinger.

"Im Individualverkehr kann ich auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein E-Auto umsteigen, bei Traktoren wird das noch dauern", begründete Köstinger das Festhalten am Dieselprivileg. "Ein sehr guter Hebel sind Biotreibstoffe. Wir produzieren Bioethanol und wir haben viel Potenzial, grünes Gas in die Netze einzuspeisen."

Die Naturschutzorganisation WWF Österreich kritisiert das Festhalten am Dieselprivileg, es sei ein umwelt- und gesundheitsschädliches Relikt, das den Transit fördert und die Klimakrise anheizt", sagte WWF-Klima- und Energiesprecher Karl Schellmann laut Mitteilung.

Die Einführung von CO2-Zöllen "wäre unser großer Wunsch", ein nationaler Alleingang wäre dabei aber nicht sinnvoll und auch rechtlich problematisch, sagte Köstinger. Sie sei jedoch eine "absolute Verfechterin" eines CO2-Preises auf europäischer Ebene. Das auf Initiative von Köstinger im Herbst im Nationalrat eingebrachte Verbot des Einbaus von Ölkesseln im Neubau wurde unterdessen vom Bundesrat bestätigt.

Quelle: APA