Große Öl-Länder drängen auf vereinbarte Förderkürzungen

12.09.2019
OPEC+ berät über weiteres Vorgehen
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Saudi-Arabien und Russland pochen auf eine Einhaltung der von großen Ölproduzenten vereinbarten Förderkürzungen. Entsprechende Appelle äußerten die Energieminister beider Länder, Prinz Abdulaziz bin Salman und Alexander Nowak, am Donnerstag vor einer hochrangig besetzten Konferenz in Abu Dhabi.

Dort treffen sich Minister der Gruppe OPEC+, die neben dem Förderkartell auch dessen Verbündete umfasst. Sie beraten im Rahmen eines Ausschusses, der die Entwicklung auf den internationalen Ölmärkten beobachtet und auswertet. Das Gremium bereitet das turnusmäßige Treffen von OPEC+ im Dezember vor.

Diese Gruppe der größten Öl-Länder mit Ausnahme der USA hatte sich Ende vergangenen Jahres auf eine Kürzung der Produktionsmengen um 1,2 Millionen Barrel am Tag geeinigt. Das entspricht einem Anteil von 1,2 Prozent der weltweiten Versorgung. Während die OPEC wegen der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela die Förderung stärker gedrosselt hat als abgemacht, liegt die Förderung anderer Länder über den vereinbarten Quoten. Das gilt vor allem für den Irak und Nigeria.

Als erster aus der Ministerrunde hat Iraks Ressortchef Thamer Ghadhban zusätzliche Produktionskürzungen ins Gespräch gebracht. OPEC-Kreisen zufolge könnte dies tatsächlich Thema auf der Konferenz werden. Doch zunächst gehe es um eine Einhaltung der bisherigen Verabredungen. So könne die tatsächliche Produktion um etwa 400.000 Barrel am Tag verringert werden.

Quelle: APA/ag