Netzenergiebeschaffung

Gemeinsame Beschaffung des Netzenergiebedarfs im österreichischen Verteilernetz 

Zur Sicherstellung der reibungslosen Erdgasversorgung weist der Betrieb der Verteilernetze einen bestimmten Eigenverbrauch, wie zur Vorwärmung von Erdgas in Druckreduzierstationen, zur Wiederbefüllung von Leitungsabschnitten nach Instandhaltungsmaßnahmen oder zum Ausgleich von Messdifferenzen bzw. tatsächlichen Verlustmengen in Rohrleitungssystemen an Erdgas auf. 

Seit Anfang Jänner 2015 hat die AGGM nunmehr als zentrale Abwicklungsstelle die Aufgaben und Dienstleistungen zur gemeinsamen Beschaffung eines Großteils jener Erdgasmengen übernommen, die für den Betrieb der österreichischen Verteilernetze benötigt werden. 

Die Übernahme dieser Aufgaben erfolgte auf Basis einer Einigung zwischen den beteiligten Unternehmen und der Regulierungsbehörde Energie-Control Austria. 

Zweck dieser gebündelten Vorgangsweise ist die Nutzung vorhandener Synergiepotentiale, wie einem geringeren Ausgleichsenergieaufkommen durch den sogenannten Portfolioeffekt oder die erst durch die vergrößerte Handelsmenge ermöglichten Energiebeschaffung zu marktorientierten Preisen an der Gasbörse aus Sicht der Systembetreiber. Die gemeinsame Beschaffung von Netzenergiebedarfen erfolgt diskriminierungsfrei, in marktorientierter und transparenter Form. 

Folgende wesentliche Zielsetzungen werden im Rahmen der gemeinsamen Beschaffung durch die AGGM angestrebt: 

  • Minimierung der Energiekosten durch eine markgerechte Beschaffung
  • Minimierung des operativen Aufwands bei den teilnehmenden Verteilernetzbetreibern
  • Akzeptanz des Verfahrens bei der Regulierungsbehörde (E-Control Austria)
  • Erbringung bedarfsgerechter Dienstleistungen für möglichst viele Verteilernetzbetreiber
  • Aussagekräftige Informationsbereitstellung für die teilnehmen Verteilernetzbetreiber und die Regulierungsbehörde
  • Transparente und diskriminierungsfreie Beschaffung und Abwicklung

Auf der Grundlage des § 24 der neuen Gas-Marktmodell-Verordnung (GMMO-VO) beschafft die AGGM ab dem 1. Jänner 2015 etwa 230.000 Megawattstunden (MWh) Erdgas die für den Betrieb der Verteilernetze der teilnehmenden Verteilernetzbetreiber erforderlich sind und deckt damit rund 92 Prozent des Netzenergiebedarfs der Verteilernetzbetreiber ab. Die AGGM ist als Bilanzgruppenverantwortlicher einer gemeinsamen Bilanzgruppe gemäß § 24 GMMO-VO für die operative Abwicklung der Beschaffung des Netzenergiebedarfs verantwortlich. Gemäß dem erstellten Konzept wird das benötigte Erdgas von der AGGM auf der österreichischen Erdgasbörse CEGH Gas Exchange eingekauft, wobei das Gas für die westlichen Marktgebiete Tirol und Vorarlberg derzeit über den Netzknotenpunkt Oberkappel durch das Marktgebiet Net Connect Germany (NCG) transportiert wird. Für die Marktgebiete in Tirol und Vorarlberg wird erwogen, zukünftig die Erdgasmengen an der Leipziger Energiebörse EEX zu beschaffen. 

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